3.2 Partnerwahl Flashcards
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Partnerwahl
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Die Auswahl eines romantischen oder sexuellen Partners; untersucht wird, wer mit wem Paare bildet und welche Muster (z. B. Ähnlichkeit oder Unterschiedlichkeit) dabei auftreten. Sie verbindet individuelle Präferenzen mit strukturellen Gelegenheiten des Kennenlernens.
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Homophilie
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Die Tendenz, mit ähnlichen Personen soziale Beziehungen einzugehen; im Kontext der Partnerwahl bedeutet das ‚Gleich und Gleich gesellt sich gern‘. Homophilie erklärt viele Muster von Homogamie bei Merkmalen wie Bildung oder Einstellungen.
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Heterophilie
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Die Tendenz, Beziehungen zu Menschen mit unähnlichen Merkmalen einzugehen; in der Partnerwahl oft beschrieben als ‚Gegensätze ziehen sich an‘. Heterophilie ist für manche Merkmale wie Alter oder Größe häufiger zu beobachten.
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Homogamie
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Das Ergebnis, dass Paarpartner einander in bestimmten Merkmalen ähnlich sind (z. B. Bildung, Religionszugehörigkeit). Forschung zeigt für viele Merkmale hohe Raten von Homogamie, wobei sich die Stärke im historischen Wandel unterscheiden kann.
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Heterogamie
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Das Ergebnis, dass Partner sich in bestimmten Merkmalen unterscheiden (z. B. Altersunterschiede, Größenunterschiede). Heterogamie kann bei biologischen oder physikalischen Merkmalen häufiger sein, während soziale Merkmale oft homogam sind.
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Altersabstand
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Typisches Befundsmuster, dass Männer im Durchschnitt etwa drei Jahre älter sind als ihre Partnerinnen. Dies ist ein Beispiel für systematische Heterogamie in einem biologisch/sozial geprägten Merkmal.
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Körpergröße
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Beobachtung, dass Frauen im Durchschnitt kleiner sind als ihre Partner; ein weiteres Beispiel für regelmäßige Heterogamie in physischen Merkmalen. Dieses Muster korrespondiert oft mit traditionellen Partnerwahlpräferenzen.
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Attraktivität
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Ein Merkmal, das in Paaren häufig homogam besetzt ist: Menschen ähnlicher Attraktivität neigen dazu, einander zu wählen. Attraktivität wirkt sowohl über Präferenzen als auch über Gelegenheiten (z. B. soziale Kreise).
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Persönlichkeit
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Persönlichkeitsmerkmale zeigen oft Homogamie, weil Menschen mit ähnlichen Einstellungen, Wertvorstellungen oder Temperamenten zueinander passen. Solche Ähnlichkeiten erleichtern Alltagsbewältigung und Kommunikation in Paaren.
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Präferenzen
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Individuelle Vorlieben bei der Partnerwahl (z. B. Homophilie-Präferenzen) führen dazu, dass Personen gezielt ähnliche Partner suchen. Präferenzen allein erklären Homogamie jedoch nicht vollständig, weil auch strukturelle Chancen eine Rolle spielen.
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Gelegenheitsstrukturen
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Soziale Orte und Situationen, in denen Menschen einander begegnen (z. B. Arbeit, Schule, Vereine, Wohnviertel). Diese ‚Foki‘ sind oft sozial strukturiert und erzeugen Homogamie, weil Menschen mit ähnlichem Hintergrund dort zusammentreffen.
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Maximierungs-Präferenz
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Eine Präferenz, bei der Personen versuchen, ein bestimmtes Merkmal zu maximieren (z. B. Einkommen: ‚the more the better‘). Je nachdem, wie Verteilungen zwischen Männern und Frauen aussehen, kann dies entweder Homogamie oder Heterogamie erzeugen; die Theorie erklärt systematische Partnerwahl ohne gezielte Homophilie.
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Meeting-and-mating-These
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Die These, dass wer sich nicht begegnet, auch nicht zusammenkommt: Begegnungsgelegenheiten sind entscheidend für Paarbildung. Sie betont, dass räumlich/sozial strukturierte Foki Homogamie begünstigen, weil Menschen ähnliche Personen häufiger treffen.
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Foki
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Konkrete Treffpunkte oder soziale Institutionen (z. B. Arbeitsplatz, Schule, Verein), an denen Begegnungen stattfinden und Partnerschaften entstehen. Foki sind oft nach Bildung, Herkunft oder anderen sozialen Merkmalen segmentiert und fördern dadurch Homogamie.
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Internet-Dating-Apps
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Plattformen wie Tinder, bei denen viele Merkmale zunächst unbekannt sind und Begegnungen weniger durch traditionelle Foki organisiert sind. Deshalb ist dort ein geringeres Ausmaß an Homogamie zu erwarten, insbesondere wenn schnelle, oberflächliche Selektion dominiert.
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Kontaktbörsen
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Online-Dating-Websites, auf denen Nutzer Profile erstellen und Wunschprofile angeben; Matching-Algorithmen suchen dann ‚optimale‘ Partner. Weil Profile und Wünsche oft sozial strukturiert sind, können Kontaktbörsen ähnliche Homogamiegrade wie Offline-Kontakte erzeugen.
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Matching-Algorithmus
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Automatisierte Verfahren auf Dating-Websites, die Profile vergleichen und potenziell passende Partner vorschlagen. Solche Algorithmen können Homogamie verstärken, wenn Nutzer Präferenzen und Profile sozial strukturierte Merkmale priorisieren.
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Skopek et al. 2011
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Empirische Studie, die fand, dass Kontaktbörsen online etwa dasselbe Ausmaß an Bildungs-Homogamie zeigen wie Offline-Begegnungen (ca. 80 %). Das Ergebnis deutet an, dass Online-Plattformen nicht zwangsläufig Homogamie verringern, wenn Profile und Präferenzen sozial strukturiert sind.
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Methodische Ergänzung
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Hinweis, dass Dating-Websites die empirische Untersuchung von Präferenzen ermöglichen, weil Profile, Anfragen und Matchingprozesse beobachtet werden können. Dadurch lassen sich tatsächliche Präferenzen und Auswahlmuster systematisch analysieren.
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pairfam
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Das Beziehungs- und Familienpanel ‚pairfam‘, eine Längsschnittstudie, die Daten zu Partnerschaftsentstehung und Familienverläufen liefert. In den Folien wird pairfam (Version 11.0) als Datenquelle für Analysen zu ‚Wo beginnt die Liebe?‘ genannt.
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