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2.4 Migration Flashcards

Master 2.4 Migration with these flashcards. Review key terms, definitions, and concepts using active recall to strengthen your understanding and ace your exams.

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Außenwanderung

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Bezeichnet die grenzüberschreitende Migration (Ein- und Auswanderung) über einen bestimmten Zeitraum, hier 1950–2022. Der Begriff fasst alle Bewegungen über die Staatsgrenze zusammen und wird in der Bevölkerungsstatistik zur Analyse von Zuwanderungs- und Abwanderungstrends verwendet.

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Außenwanderung

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Bezeichnet die grenzüberschreitende Migration (Ein- und Auswanderung) über einen bestimmten Zeitraum, hier 1950–2022. Der Begriff fasst alle Bewegungen über die Staatsgrenze zusammen und wird in der Bevölkerungsstatistik zur Analyse von Zuwanderungs- und Abwanderungstrends verwendet.

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Ausländer

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Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit. 2022 betrug ihr Anteil in Deutschland etwa 15 %, mit regionalen Unterschieden (Ost ca. 7 %, West ca. 16 %).

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Einbürgerung

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Der formale Vorgang, durch den Ausländer die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben. Er beeinflusst die Statistik der Ausländerquote, weil Einbürgerungen die Zahl der offiziell als ‚Ausländer‘ Geführten verringern können.

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Zensus 2011

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Volkszählung, die 2011 in Deutschland zu einer Neubewertung der Bevölkerungszahlen führte. Dadurch „verschwand“ in den Statistiken mehr als eine Million Personen aus bestimmten Kategorien, was Trends in Manuskripten beeinflusste.

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Personen mit Einwanderungsgeschichte

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Amtliche Definition (seit 2022): Alle Menschen, die selbst oder deren beide Elternteile seit 1950 in das heutige Gebiet Deutschlands eingewandert sind. Diese Kategorie umfasst sowohl Eingewanderte als auch Nachkommen von Eingewanderten und dient zur differenzierteren Erfassung von Migrationsbiografien.

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Einseitige Einwanderungsgeschichte

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Fällt unter die Definition von Einwanderungsgeschichte, wenn nur ein Elternteil eingewandert ist. Der Begriff hilft, gemischte Migrationsbiografien von Familien besser zu beschreiben und statistisch zu erfassen.

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Mikro-Modell

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Stellt Migration als rationale, individuell abwägende Entscheidung dar, die von erwarteten Nutzen- und Wahrscheinlichkeitsunterschieden abhängt. Es erklärt Wanderungsströme durch Faktoren wie Lohngefälle, Chancen am Zielort und individuelle Kosten und Unsicherheiten.

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Migrationsformel

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Modellhafte Darstellung der Migrationswahrscheinlichkeit: $P(\mathrm{Migration}\ A\to B) = f(W_B - W_A, p(W_B))$. Hier steht $W_B - W_A$ für das Lohngefälle und $p(W_B)$ für die Wahrscheinlichkeit, am Zielort eine Beschäftigung zu finden.

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Push-Faktoren

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Negative Bedingungen im Herkunftsland, die Menschen zum Wegziehen drängen, etwa Krieg, Verfolgung oder Naturkatastrophen. Sie erhöhen den Anreiz, das Herkunftsgebiet zu verlassen, unabhängig von Zielchancen.

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Pull-Faktor

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Attraktive Bedingungen im Zielland, die Migranten anziehen, vor allem bessere Arbeitsmarktchancen. Pull-Faktoren bestimmen oft die Richtung der Migration, wenn sie die erwarteten Vorteile gegenüber dem Herkunftsort überwiegen.

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Lohngefälle

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Differenz der Lohn- oder Einkommensniveaus zwischen Herkunfts- und Zielregion. Ein größeres Lohngefälle erhöht nach dem Mikro-Modell die Anreizdifferenz und damit die Wahrscheinlichkeit zu migrieren.

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Migrationskosten

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Umfassen materielle, soziale und psychologische Kosten der Migration, etwa Reisekosten, Aufgabe des sozialen Status und potenzielle Verluste von Besitz oder Netzwerken. Hohe Migrationskosten wirken als Barriere und erklären, warum viele Menschen trotz möglicher Vorteile nicht migrieren.

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Unsicherheit am Zielort

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Die Ungewissheit über Chancen, Lebensbedingungen und Integrationserfolg im Zielland. Sie reduziert die erwarteten Nettogewinne der Migration und ist ein zentrales Hemmnis, vor allem bei fehlenden Informationen.

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Distanzwirkung

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Erklärung, warum Migration häufiger über kurze Distanzen erfolgt: Mit Distanz steigen Kosten, Unsicherheit und psychosoziale Distanz. Deshalb sind nähere Ziele oft bevorzugt, weil sie geringere Reise- und Integrationshürden mit sich bringen.

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Migrationspioniere

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Erstwanderer, die Unsicherheit über ein Zielgebiet abbauen, indem sie dort Informationen, Netzwerke und Erfahrungen bereitstellen. Ihre Rolle kann nachfolgende Migration auslösen, weil sie die Kosten und Risiken für spätere Migranten verringern.

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Kettenmigration

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Folgeeffekt, bei dem durch vorhandene Migranten-Netzwerke weitere Personen aus der Herkunftsregion nachziehen. Kettenmigration verstärkt bestimmte Migrationsströme und erklärt die Entstehung bevorzugter Zielorte.

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Junge Migranten

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Tendenz, dass vor allem jüngere Menschen migrieren, weil sie risikofreudiger sind, weniger materielles und soziales Kapital zurücklassen müssen und Investitionen in Bildung und Erwerbsbiografien eher am Beginn lohnen. Junge Migranten können einfacher neue Sprach- und Kulturkompetenzen erwerben.

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Demographische Folgen

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Migration kann den Bevölkerungsrückgang abbremsen und die Altersstruktur ‚verjüngen‘, etwa durch Zuzug von jüngeren Erwerbsfähigen. Ohne ausreichende Nettozuwanderung würde die Bevölkerung stärker schrumpfen, während Migration das Durchschnittsalter senken kann.

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Wirtschaftliche Folgen

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Hängen vom Arbeitsmarktbedarf ab: Zuwanderung kann bei Arbeitskräftemangel das Wirtschaftswachstum fördern, während bei schlechter Konjunktur Migranten eher in soziale Sicherungssysteme gelangen. Die makroökonomische Wirkung ist daher kontextabhängig.

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Sozialstrukturelle Folgen

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Resultieren aus Qualifikationsprofilen der Zuwanderung und betreffen soziale Positionierung und Ungleichheit. Zuwanderung gering Qualifizierter kann zu einem ‚Fahrstuhleffekt‘ für Einheimische führen, während hochqualifizierte Zuwanderer Konkurrenz auf bestimmten Arbeitsmärkten erzeugen.

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Fahrstuhleffekt

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Beschreibt das Herabdrücken sozialer Positionen Einheimischer durch Mobilität von Zuwanderern in mittlere oder niedrigere Berufsschichten. Dies kann zu verstärkter ethnischer Ungleichheit und Wahrnehmungen von sozialem Abstieg führen.

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Integrationsleistungen

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Maßnahmen und Strukturen im Zielland, die zur wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Eingliederung von Migranten beitragen. Solche Leistungen sind nötig, um negative sozialstrukturelle Effekte zu mildern und Chancengleichheit zu fördern.

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Kontakthypothese

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Theorie, dass Angst oder Vorurteile gegenüber Fremden durch positive persönliche Kontakte reduziert werden können. Empirische Erhebungen wie der ALLBUS fragen deshalb seit 1980 nach Kontakten mit Ausländern, um Einstellungen und Integrationsverläufe zu analysieren.

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ALLBUS

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„Allgemeine Bevölkerungsumfrage der Sozialwissenschaften“, eine wiederkehrende deutsche Bevölkerungsbefragung. Seit 1980 enthält sie Fragen zu Kontakten mit Ausländern und liefert Daten zur Erforschung von Einstellungen gegenüber Migranten.

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