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Lösungshinweise und Arbeitsplan für Aufgabe 1 (Probeklausur Isensee) Summary & Study Notes

These study notes provide a concise summary of Lösungshinweise und Arbeitsplan für Aufgabe 1 (Probeklausur Isensee), covering key concepts, definitions, and examples to help you review quickly and study effectively.

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Notes

📝 Aufgabe 1 — Anliegen und Gedankengang: Lösungsvorschlag mit Zeilenangaben

Anliegen des Textes: Der Text verhandelt die Frage, ob ein Grundrecht auf gewaltfreien zivilen Ungehorsam legitim ist; knapp: Ist gewaltfreier ziviler Ungehorsam legitim?

These (kurz): Nein. Isensee lehnt ein Recht auf gewaltfreien Ungehorsam ab, weil dieser die Friedenspflicht des Bürgers und die Rechtssicherheit untergräbt (vgl. insbesondere Z.12; Z.19-27).

Rekonstruktion des Gedankengangs (zeilenweise)

Z.1–8: Darstellung eines verbreiteten Einwands: Man solle dem Gewissen/Gerechtigkeit und nicht dem Gesetz folgen. Isensee kontert, dass auch die Mehrheitsvertreter sich auf ihr Gewissen berufen könnten — es entstünde die Frage, wer das richtige Gewissen beanspruche.

Z.9–18: Beschreibung der Form des Widerstands: der gewaltfreie Widerstand / zivile Ungehorsam. Isensee betont, dass Gewaltfreiheit allein das staatliche Gewaltmonopol und die äußere Form des Friedens nicht anrührt, aber das nicht den kompletten Anspruch an Gesetzesgehorsam abdeckt (vgl. Z.12–15).

Z.19–28: Zentrales Gegenargument: Gewaltfreiheit impliziert selektiven Gesetzesgehorsam — der Widerständler entscheidet selbst, welche Normen er befolgt. Das zerstört Rechtssicherheit und kann in eine Art „gewaltfreien Bürgerkrieg“ führen (Z.27).

Z.29–36: Schlussfolgerung/Fazit: Demokratie verlangt mehr als bloßen Gewaltverzicht; Bürger müssen etwa Toleranz, Gemeinsinn und Gesetzesgehorsam auch gegenüber unangenehmen Gesetzen tragen. Widerstand solle über Rechtswege erfolgen (Z.34–35).

Hinweise zur Bearbeitung im Klausurtext (Punktorientiert)

Wichtig: Zitieren Sie belegt (Z.-Angaben). Arbeiten Sie die o. g. vier Textschritte heraus und erläutern Sie zentrale Begriffe: Gewaltmonopol, Friedenspflicht, Gesetzesgehorsam, Rechtssicherheit. Verwenden Sie Konnektoren (z. B. also, denn, hingegen) und performative Verben (z. B. widersprechen, definieren), wie im Erwartungshorizont verlangt.

✅ Erwartungshorizont — Was erwartet wird und wie Punkte verteilt sind

Kurzüberblick: Der Erwartungshorizont legt fest, wie Aufgabe 1 zu bewerten ist: Thema und Fragestellung bestimmen (je 4 Punkte), Gedankengang/Argumentationsaufbau vollständig wiedergeben (16 Punkte), Aufbau kennzeichnen mit passenden Konnektoren und performativen Verben (8 Punkte) sowie ein weiteres aufgabenbezogenes Kriterium (4 Punkte).

Detaillierte Arbeitshinweise (Orientierung für volle Punktzahl)

These und Thema (je 4 P.): Kurz und präzise benennen. Beispiel: Thema = Legitimität gewaltfreien Ungehorsams; These = Ablehnung (Begründung nennen).

Inhaltswiedergabe / Gedankengang (16 P.): Arbeiten Sie die im Text genannten Argumente umfassend und strukturiert aus — eigene Formulierungen, funktionale Zitate, sachgerechte Erläuterungen. Nutzen Sie die im Text markierten Zeilenblöcke: Z.1–8, Z.9–18, Z.19–28, Z.29–36 (vgl. Erwartungshorizont).

Argumentativer Aufbau (8 P.): Kennzeichnen Sie die Schritte mithilfe von Konnektoren (z. B. also, aber, denn) und performativen Verben (z. B. widersprechen, definieren).

Weitere Bewertungskriterien (4 P.): Achten Sie auf stringente Gliederung, Fachsprache, Zitierweise und sprachliche Korrektheit (siehe Darstellungsleistung im Erwartungshorizont).

Bewertungstips

• Für eine 16-Punkte-Qualität in der Gedankengang-Wiedergabe: umfassend, strukturiert, eigenständige Formulierungen, gezielte Zitate; nicht nur Aneinanderreihung von Paraphrasen.

• Bei niedrigeren Punktanforderungen wird nur Teilhaftes oder wenig strukturiertes Reproduzieren erwartet (8 P. Orientierung).

🧭 Benutzerauftrag & Konkretisierung des Lösungsansatzes

Auftrag des Benutzers: „Mach die 1. Aufgabe von der Probeklausur mit Zeilenangaben und guck dir den Erwartungshorizont zur Hilfe an.“

Konkretisierter Lösungsansatz (Kurzantwort zum Einfügen in die Klausur):

Einleitung (kurz, 1–2 Sätze): Das Anliegen des Textes ist die Frage, ob ein Recht auf gewaltfreien zivilen Ungehorsam legitim ist. These: Isensee verneint dies und begründet die Ablehnung über Probleme der Friedenspflicht und Rechtssicherheit (Z.12; Z.19–27).

Hauptteil — Rekonstruktion des Gedankengangs mit Zeilenangaben:

Z.1–8: Darstellung des Einwands zugunsten des Gewissens; Gegenfrage nach dem Monopol auf das „wahre Gewissen“.

Z.9–18: Erläuterung des Modells des gewaltfreien Widerstands; Hinweis, dass Gewaltfreiheit das staatliche Gewaltmonopol nicht antastet, aber der Gesetzesgehorsam darüber hinausgeht (Z.12–15).

Z.19–28: Kernargument: Gewaltfreiheit führt zu selektivem Gehorsam und unterminiert die Rechtssicherheit; Gefahr eines „gewaltfreien Bürgerkriegs“ (Z.27).

Z.29–36: Fazit: Demokratie verlangt Gemeinsinn, Toleranz und Gesetzesgehorsam; Rechtswege gegen Unrecht sind vorzuziehen (Z.34–35).

Schluss (1 Satz): Isensees Argumentation ist kohärent auf den Erhalt von Rechtssicherheit und demokratischen Lasten ausgerichtet; in der Stellungnahme (Aufgabe 3) kann man diese Position zustimmen oder Gegengründe (z. B. demokratische Korrekturfunktion von zivilem Ungehorsam) abwägen.

Formale Tipps: Setzen Sie Zitatbelege mit Z.-Angaben, nutzen Sie Konnektoren und performative Verben und gliedern Sie den Text klar (Einleitung, Rekonstruktion in Schritten mit Zeilenhinweis, kurzes Fazit).

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